Lena Faßbender

Jeden Monat präsentieren wir euch ein Portrait einer unserer Mitarbeiterinnen und nehmen ihre Rollen in unserem Tech-Unternehmen etwas genauer unter die Lupe.

Wir starten mit Lena Faßbender. Seit April 2018 bereichert sie envelio als erste Mitarbeiterin.

Als studierte Wirtschaftsingenieurin (RWTH-Aachen) mit dem Schwerpunkt „elektrische Energietechnik“ kennt sie sich in unserer Branche bestens aus. Als Ausgleich zur Arbeit treibt sie gerne Sport, kocht, liest oder geht auf Reisen.

Lena übernimmt drei wichtige Aufgaben bei envelio:

  • Als Teamleiterin im Customer Support hilft sie Kunden bei Problemen und macht erste Fehleranalysen
  • Als Qualitätsmanagerin kümmert sie sich um die Arbeits-und Softwarequalität und hat für die Qualitätssicherung ein Testkonzept auf den Weg gebracht
  • Als Datenschutzbeauftragte entwickelt sie zurzeit ein neues Datenschutzkonzept

Wir haben Lena interviewt.

Warum hast du dich für die Tech-Branche entschieden?
Ich interessiere mich schon immer für die Bereiche Sprachen und Technik. Da mir die beruflichen Möglichkeiten im Technikbereich interessanter erschienen, entschied ich mich, den Weg in Richtung Elektrotechnik einzuschlagen. Außerdem wollte ich etwas in einem Bereich machen, wo es um die Lösung von Zukunftsfragen geht. Neben einigen anderen Themen, ist das für mich das Gelingen der Energiewende. Bei einer Kraftwerksexkursion, die durch meine Uni organisiert wurde, habe ich festgestellt, dass ich die richtige Wahl getroffen habe. Ich war schlicht ergreifend begeistert, die riesigen Anlagen zu sehen und als “kleiner Mensch” durch so große Kraftwerke zu laufen! Dieses Glück hatte ich zum zweiten Mal, als ich durch mein Network²-Stipendium nach Rügen aufs Meer fahren und einen Offshore-Windpark besuchen durfte. Diese beeindruckende Gelegenheit hat man nicht alle Tage. Zu dieser Zeit bin ich dann auch auf envelio aufmerksam geworden, da ein Freund von mir dort gerade seine Masterarbeit geschrieben hat.

Wie würdest du die Unternehmenskultur bei envelio beschreiben?
envelio ist meiner Meinung nach ein Vorreiter für Vielfalt und Gleichberechtigung in Unternehmen. Es gibt einen guten Zusammenhalt zwischen den Kolleginnen und Kollegen. Unser Team zeichnet sich durch kulturelle Vielfalt aus und wir leben einen sehr offenen Umgang. Wir alle arbeiten für eine Vision: das Gelingen der Energiewende. Das verbindet uns. Frauen sind Männern bei envelio gleichgestellt und das Einbringen von Ideen und Mitwirken am Unternehmenserfolg ist von jedem gleichermaßen erwünscht. Als Startup werden hier keine alten Rollenbilder vertreten und es herrscht Offenheit für Neues.
Wir entwickeln uns bei envelio stetig weiter und so wächst auch unser Produkt. Im Vergleich zu meinem Arbeitsbeginn als einzige Frau, hat sich der Arbeitsumgang miteinander immer mehr verändert. Dass jetzt mehr Frauen bei envelio arbeiten, freut mich sehr. Zudem haben wir, seit es unser HR-Team gibt, eine sehr gute und offene Feedback-Kultur.

Warum bist du ein Benefit für envelio und generell für die Tech-Branche?
Ich engagiere mich für den Teamzusammenhalt und die Förderung von Multikulturalismus. Viele meiner kreativen Ideen konnten bereits umgesetzt werden und bereichern unser Unternehmen heute. Außerdem macht es mir viel Freude, Social Events mit zu organisieren.

Hast du Frauen als Vorbilder?
Mein großes Vorbild, seit der Kindheit, ist Pippi Langstrumpf. Sie ist stark und hat keine Angst. Heutzutage bewundere ich starke Frauen im Tech-Bereich, die beispielsweise einen Nobelpreis bekommen haben. Biografien, wie die von Angela Merkel, mit einem Doktor in Physik oder die der ersten Astronautin Sally Kristen Ride, finde ich spannend.

Was sind die Herausforderungen als Frau im Tech-Bereich?
Vielen Männern ist nicht bewusst, dass diese Branche eine Männerdomäne ist. Weil sie nicht in der Minderheit sind, fallen ihnen Gender bedingte Ungerechtigkeiten manchmal weniger auf.
Bei envelio hingegen stehen Männer für Gleichberechtigung ein und es wird eine egalitäre Kultur und eine Null-Toleranzpolitik gegenüber Benachteiligung verfolgt. Auch wenn immer mehr Unternehmen großen Wert auf Gleichberechtigung und Vielfältigkeit legen, ist deren Existenz noch keine Selbstverständlichkeit.
Ich habe oft beobachtet, dass sich Frauen in der von Männern dominierten Welt der Technik automatisch anpassen, um sich zu integrieren. Das habe ich schon während des Studiums bemerkt. Vor allem betrifft das die nonverbale Kommunikation, das generelle Auftreten sowie den Kleidungsstil.

Was muss sich ändern, damit mehr Frauen Erfolg im Tech-Bereich haben?
Man sollte mehr Bewusstsein für das ungleiche Verhältnis von Männern und Frauen schaffen. Es ist wichtig, dass sich auch Männer für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzen. Dies sollte schon in Kindergärten und Schulen thematisiert werden.

Es wäre außerdem gut, mehr Vernetzungsmöglichkeiten für Frauen im Tech-Bereich zu schaffen. In vielen Unternehmen wären sicherlich auch Seminare für Führungskräfte in Bezug auf Gleichberechtigung hilfreich.  

Frauen in Führungspositionen und diverse Teams im Allgemeinen können meiner Meinung nach das Unternehmensklima positiv beeinflussen.

 

Dieses Projekt wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms  Horizon 2020 durch Mittel der Europäischen Union gefördert (Bewilligungsnr. 867602).