E.DIS Netz führt IGP zur Automatisierung von Anschlussprüfungen ein

11.12.19

Im Zuge der Energiewende müssen Millionen neue Photovoltaik- und Windenergieanlagen in die Verteilnetze integriert werden. Die adäquate und zeitgerechte Bewertung von Netzanschlussbegehren für neue Anlagen stellt aufgrund der Vielzahl der Anfragen eine zunehmende Herausforderung für die Verteilnetzbetreiber dar. Dies betrifft insbesondere die Netzbetreiber, deren Netzgebiet attraktive Rahmenbedingungen für den Einsatz von Photovoltaik- und Windenergieanlagen bietet – wie z.B. die E.ON-Tochter E.DIS Netze, die ein großes Netzgebiet im Nordosten Deutschlands betreibt.

Allein im Jahr 2018 hat E.DIS rund 2500 Anfragen von Projektentwicklern für den Netzanschluss neuer regenerativer Erzeugungsanlagen erhalten. Dies war eine Steigerung zum Vorjahr von 25 Prozent. Die hohe Zahl der Anfragen hängt unter anderen auch damit zusammen, dass Projektentwickler bis zu 100 unterschiedliche Anfragen für einen einzigen geplanten Solar- oder Windpark stellen. Sie möchten so bereits in einem möglichst frühen Planungsstadium verschiedene Standorte hinsichtlich der Kosten für den Netzanschluss bewerten.

Envelio unterstützt E.DIS in dieser Herausforderung. Im Juni 2019 wurde ein Selbstauskunftsportal für Planer von dezentralen Erzeugungsanlagen auf der E.DIS-Webseite freigeschaltet, das eine erste Indikation zum bestmöglichen Netzanschlusspunkt bietet. Nach Eingabe von Anlagenstandort, -typ und -leistung ermittelt die Intelligent Grid Platform automatisiert innerhalb weniger Sekunden den technisch gültigen Netzverknüpfungspunkt mit der geringsten Distanz zum Anlagenstandort. Mit den Ergebnissen wird für den Kunden unmittelbar ersichtlich, in welcher Entfernung zu seinem angestrebten Anlagenstandort ein Netzanschluss voraussichtlich möglich ist – eine essenzielle Information für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vieler Planungsprojekte.

Um die automatisierte Selbstauskunft zu ermöglichen, hat envelio über mehrere Monate hinweg das gesamte Mittelspannungsnetz der E.DIS Netze in die Intelligent Grid Platform überführt und aufbereitet. Das entwickelte Netzmodell dient nun als Grundlage für die Simulationen.

Nach der erfolgten Implementierung des Kundenportals im Internetauftritt der E.DIS Netz sind bis zum Jahresende bereits Ergänzungen und Weiterentwicklungen geplant, zu denen unter anderem die Integration des Niederspannungsnetzes zählt.

Weitere Informationen zu dem Projekt mit E.DIS finden sich in einer Pressemitteilung von E.ON.

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Dieses Projekt wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms  Horizon 2020 durch Mittel der Europäischen Union gefördert (Bewilligungsnr. 867602).